Wenn dein TV-Bild bei Regen pixelt oder Sender sporadisch ausfallen, liegt das fast immer an einer ungenauen Antennenausrichtung. Entscheidend sind drei Werte: Elevation (Neigungswinkel), Azimut (Richtung) und Skew (LNB‑Drehung). Dieser Leitfaden erklärt dir verständlich, wie du diese Winkel nutzt, wie du mit einer sat-schüssel neigungswinkel tabelle arbeitest, welche typischen Werte in Deutschland gelten (inklusive Beispieltabelle), wie du sauber montierst und exakt feinjustierst – samt Profi‑Tipps, Formeln und praktischen Checklisten.
Begriffe, die du wirklich brauchst: Azimut, Elevation, Skew
Elevation (Neigungswinkel) ist der vertikale Winkel ab Horizont bis zum Satelliten. 0° ist waagerecht, 90° wäre senkrecht nach oben. In Deutschland liegen die Elevationswerte für die üblichen Satellitenpositionen typischerweise zwischen ca. 27° und 34° – nördlich flacher, südlich steiler.
Azimut ist der horizontale Richtungswinkel relativ zu geographisch Nord (nicht magnetisch). Gezählt wird über Ost: Nord = 0°/360°, Ost = 90°, Süd = 180°, West = 270°. Für ASTRA 19,2° Ost peilst du in Deutschland grob nach Süd bis Südost; je weiter östlich du wohnst, desto näher an 180° (Süd) liegt der Azimut.
Skew (LNB‑Drehung) ist der Drehwinkel des LNBs, damit die Polarisation des Signals (horizontal/vertikal) exakt zur Antenne passt. In Mitteleuropa liegen die Skew‑Werte typischerweise im Bereich von wenigen Grad um 0° bis etwa ±10° je nach Standort und Satellit. Der Skew wird am LNB-Hals eingestellt.
Merke: Elevation richtet die Schüssel in der Höhe aus, Azimut in der Richtung. Skew dreht nur das LNB (nicht die Schüssel). Für die Grobausrichtung genügen Tabellenwerte – die Feinjustage holt die letzten dB heraus.
Warum Tabellen wichtig sind – und wo ihre Grenzen liegen
Geostationäre Fernsehsatelliten (z. B. ASTRA 19,2° Ost, Hotbird 13° Ost) stehen in rund 35.800 km Höhe über dem Äquator scheinbar fest am Himmel. Ihre Längengrade (z. B. 19,2° Ost) bestimmen, wo du sie am Himmel siehst. Eine sat-schüssel neigungswinkel tabelle liefert dir für eine Stadt die passenden Richtwerte für Elevation und Azimut. Für die Feinabstimmung am eigenen Dach oder Balkon brauchst du trotzdem ein Live‑Signal (Receiver‑Anzeige, Messgerät oder App), weil:
- dein Standort selten exakt dem Tabellenstandort entspricht,
- Mastneigung, Bauteiltoleranzen, Umgebung und Wetter reinspielen,
- Kompasswinkel (magnetisch) und geographischer Azimut nicht identisch sind.
Typische Winkel in Deutschland (ASTRA 19,2° Ost) – Richtwerte
Für ASTRA 19,2° Ost ergeben sich in Deutschland ungefähr diese Werte. Sie sind als Richtwerte für die Grobeinstellung gedacht; die Feinjustage machst du am Signal.
| Stadt | Breite/Länge (ca.) | Azimut ASTRA | Elevation ASTRA | Skew (Tendenz) |
|---|---|---|---|---|
| Kiel | 54,3° N / 10,1° E | ca. 168,9° | ca. 27,5° | gering, wenige Grad |
| Hamburg | 53,6° N / 10,0° E | ca. 168,6° | ca. 28,3° | gering, wenige Grad |
| Berlin | 52,5° N / 13,4° E | ca. 172,7° | ca. 29,7° | gering, wenige Grad |
| Hannover | 52,4° N / 9,7° E | ca. 168,2° | ca. 29,5° | gering, wenige Grad |
| Kassel | 51,3° N / 9,5° E | ca. 167–169° | ca. 30,6° | gering, wenige Grad |
| Nürnberg | 49,5° N / 11,1° E | ca. 168–170° | ca. 32,8° | gering, wenige Grad |
| München | 48,1° N / 11,6° E | ca. 169,8° | ca. 34,2° | gering, wenige Grad |
| Stuttgart | 48,8° N / 9,2° E | ca. 166,8° | ca. 33,2° | gering, wenige Grad |
| Dresden | 51,1° N / 13,7° E | ca. 173,0° | ca. 31,3° | gering, wenige Grad |
| Zürich | 47,4° N / 8,5° E | ca. 165,7° | ca. 34,6° | gering, wenige Grad |
| Wien | 48,2° N / 16,4° E | ca. 176,2° | ca. 34,5° | gering, wenige Grad |
Hinweis: Werte sind gerundet und dienen zur Grobeinstellung. Für exakte Winkel am eigenen Standort nutze Koordinaten-basierte Online-Rechner oder eine App – und feine justiere am Signal.
Hotbird 13° Ost: Was ändert sich gegenüber ASTRA 19,2° Ost?
Für Hotbird 13° Ost sind die Elevationswerte in Deutschland sehr ähnlich zu ASTRA (meist innerhalb ±0,5°). Der Azimut liegt je nach Standort näher an 180° (Südrichtung), typischerweise um ca. 4–8° südlicher als bei ASTRA. Beispiel: In Berlin verschiebt sich der Azimut von etwa 172,7° (ASTRA) auf grob 178° (Hotbird). Im Westen Deutschlands (z. B. Köln) rückt der Azimut für Hotbird ebenfalls näher an Süd – grob +6–7° gegenüber ASTRA.
Praktisch heißt das: Wechselst du von ASTRA auf Hotbird, drehst du die Schüssel leicht weiter Richtung Süd, die Höhe bleibt fast gleich. In Multi‑Feed‑Setups übernimmt diese Differenz die LNB-Positionierung auf der Halterung.

So arbeitest du mit einer sat-schüssel neigungswinkel tabelle – Schritt für Schritt
- Standort festlegen: Nimm die nächstgelegene Stadt aus der Tabelle oder ermittle exakte Koordinaten (GPS/Maps). Je genauer, desto besser.
- Mast 100% lotrecht ausrichten: Mit der Wasserwaage prüfst du zwei zueinander senkrechte Ebenen. Schon 1° Schiefstand versaut die Tabelle.
- Elevation voreinstellen: Nutze die Skala an der Antennenhalterung (bei Offset-Spiegeln bezieht sich die Skala auf den Strahl, nicht auf die sichtbare Schüsselfläche). Stelle den tabellarischen Elevationswinkel ein.
- Azimut grob einstellen: Drehe die Schüssel nach Tabellenwert. Nutzt du einen Kompass, denke an die magnetische Deklination (siehe Abschnitt unten).
- LNB einsetzen und Skew grob drehen: Für ASTRA/Hotbird in Deutschland ist der Skew klein. Richte ihn zunächst auf 0° aus, dann bei der Feinjustage minimal nachdrehen.
- Receiver/Messgerät anschließen: Schalte einen unverschlüsselten, starken Transponder/Sender ein (oder Sat-Finder). Beobachte Signalqualität (wichtiger als Stärke).
- Feinjustage: Bewege die Schüssel millimeterweise:
- erst Azimut links/rechts für Maximalwert,
- dann Elevation hoch/runter,
- zum Schluss Skew am LNB leicht drehen.
- Schrauben anziehen: Immer abwechselnd, ohne die Stellung zu verschieben. Qualität danach erneut prüfen.
Pro‑Tipp: Fokussiere auf „Qualität“ (C/N, MER oder Bitfehlerrate), nicht nur auf „Signalstärke“. Hohe Stärke mit schlechter Qualität bedeutet meist Fehlausrichtung oder falschen Satelliten erwischt.
Offset‑Spiegel verstehen: Warum die Schüssel tiefer „guckt“, als die Skala sagt
Die meisten Haushaltsantennen sind Offset‑Spiegel. Die Skala an der Halterung zeigt die Elevation des Strahls an. Die sichtbare Schüsselfläche steht dabei flacher, weil der Feed tiefer versetzt ist (Offsetwinkel meist ca. 20–26°). Heißt: Wenn die Skala 30° Elevation anzeigt, wirkt die Schüssel optisch, als schaue sie z. B. nur 5–10° über den Horizont. Das ist normal.
Magnetisch vs. geographisch: Kompass richtig einsetzen
Azimutwerte aus Tabellen beziehen sich auf geographisch Nord. Dein Kompass zeigt jedoch magnetisch Nord. In Deutschland beträgt die magnetische Deklination derzeit grob +2° bis +4° (Ost), regional unterschiedlich. Das bedeutet: Magnetisch Nord liegt etwas östlich von geographisch Nord.
- Um einen geographischen Ziel‑Azimut mit dem Kompass einzustellen, wähle am Kompass: Azimut – Deklination (bei Ostabweichung).
- Beispiel: Ziel 170°, Deklination +3° Ost → Kompass auf 167° stellen.
Prüfe den tagesaktuellen Wert für deinen Ort in einer Geomagnetismus‑App oder online.
Rechner, Apps und Formeln: Wenn du es genau wissen willst
Online‑Rechner und Apps (AZ/EL‑Rechner, Sat‑Finder‑Apps) liefern aus Koordinaten und Satellitenpositionen präzise Azimut, Elevation, Skew. Für die Praxis reicht oft ein guter Kompromiss: Tabelle → Grobeinstellung → App/Messgerät → Feineinstellung.
Praktische Geometrie für die Montage: Willst du die Elevation rasch in eine Höhenänderung am Schüsselrand umrechnen, hilft die Steigungsformel h = tan(Elevation) × Abstand. Pro Meter Horizontalabstand steigen folgende Höhenwerte:
| Elevation | Steigung je 1 m |
|---|---|
| 20° | ≈ 0,364 m (36,4 cm) |
| 25° | ≈ 0,466 m (46,6 cm) |
| 30° | ≈ 0,577 m (57,7 cm) |
| 32° | ≈ 0,625 m (62,5 cm) |
| 34° | ≈ 0,675 m (67,5 cm) |
Hinweis: Das ist nur eine Montagehilfe – die Skala an deiner Halterung ist bequemer. Aber die Formel zeigt, wie empfindlich der Höhenwinkel ist.
Skew (LNB‑Drehung) in der Praxis
Der Skew gleicht die Signalpolarisation aus. Die Regel für Mitteleuropa lautet vereinfacht: Je weiter dein Standort relativ zur Satellitenlängengradposition nach Westen oder Osten abweicht, desto mehr Skew. In Deutschland sind es für ASTRA/Hotbird meist nur wenige Grad. Die Skalen an LNB‑Halterungen sind oft grob; richte dich deshalb an der Signalqualität aus. Drehe langsam um die Nullstellung und finde das Maximum.
- Wichtig: Die „Drehrichtung“ ist herstellerabhängig und hängt davon ab, von welcher Seite die Grade gezählt werden (Blick in die Schüssel oder Richtung LNB). Verlasse dich nicht blind auf ein „+“ oder „–“, sondern auf die Messanzeige.
Beispiel: Berlin (ASTRA 19,2° Ost) – so gehst du konkret vor
Standort Berlin (ca. 52,5° N / 13,4° E): Tabelle sagt grob Azimut 172,7°, Elevation 29,7°.
- Mast lotrecht ausrichten.
- Elevation an der Halterung auf ~29,7° stellen.
- Kompass‑Richtung korrigieren: Angenommen Deklination ~3,5° Ost → Kompass auf 172,7° – 3,5° ≈ 169,2° einstellen und Schüssel grob ausrichten.
- LNB auf 0° Skew beginnen.
- Receiver/Messgerät: Starte mit einem frei empfangbaren, starken Sender auf ASTRA 19,2° Ost.
- Feinjustage: Erst langsam links/rechts (Azimut) für max. Qualität, dann minimal hoch/runter (Elevation), zuletzt Skew geringfügig drehen.
- Schrauben abwechselnd festziehen, Qualität danach kontrollieren.
Mehrere Satelliten (Multifeed) und Motorantennen
Möchtest du z. B. ASTRA 19,2° Ost und Hotbird 13° Ost empfangen, nutzt du eine Multifeed‑Halterung mit mehreren LNBs. Du richtest den Spiegel auf den Hauptsatelliten optimal aus (meist ASTRA) und verschiebst dann das zweite LNB seitlich in Richtung des zweiten Satelliten. Die LNB‑Abstände und Höhen sind halterungsabhängig; die Feinjustage erfolgt wieder über die Signalqualität je Position. Eine DiSEqC‑Schaltung im Receiver wählt das richtige LNB pro Sender.
Bei Motorantennen (DiSEqC 1.2/USALS) wird einmalig korrekt referenziert (Standort, Südsatellit, Mast lotrecht). Danach steuert der Receiver den Motor automatisch zu jedem gewünschten Satelliten. Hier ist eine absolut exakte Grundausrichtung Pflicht.
Spiegelgröße und Toleranz
Die Winkel aus jeder sat-schüssel neigungswinkel tabelle gelten unabhängig von der Spiegeldimension. Aber: Je größer der Spiegel, desto kleiner der Öffnungswinkel und desto kritischer die Ausrichtung. Eine 60 cm‑Antenne verzeiht mehr als eine 85–100 cm‑Antenne, die dafür bei Regen und Schneefall stabiler empfängt. Bei großen Spiegeln lohnt sich ein echtes Messgerät (Sat‑Meter mit MER/BER‑Anzeige).
Typische Fehler – und wie du sie vermeidest
- Schiefer Mast: Schon kleine Abweichungen verfälschen die Elevationsskala. Immer zuerst lotrecht ausrichten.
- Falscher Satellit: In der Nähe von ASTRA liegen 23,5° Ost und 28,2° Ost. Prüfe Senderliste oder Transponder, nicht blind der „Signalstärke“ vertrauen.
- Kompass ohne Deklinationskorrektur: Führt zu Azimutfehlern von einigen Grad. Korrigiere wie oben beschrieben.
- Skew ignoriert: Ein falscher LNB‑Winkel reduziert die nutzbare Signalqualität, besonders bei schwächeren Transpondern.
- Schrauben zu früh festgezogen: Feineinstellung braucht Spielraum. Erst fixieren, wenn der Peak gefunden ist.
- Sichtfeld blockiert: Bäume, Nachbarhaus, Dachgauben. Denke daran, dass der Satellit flach am Himmel steht; schon entfernte Hindernisse können stören.
Hindernisse und Sichtfeld: So prüfst du, ob der Satellit frei ist
Weil Elevationswinkel in Deutschland oft nur 27–34° betragen, reichen moderate Hindernisse im Sichtfeld (Süd bis Südost/Südwest) aus, um den Empfang zu ruinieren. Prüfe:
- Richtung: ASTRA meist Süd bis Südost; Hotbird nahe Süd.
- Höhe: Der Blickwinkel ist flach – ein Baum in 20 m Entfernung kann schnell im Weg sein.
- Jahreszeit: Laubwuchs verändert Dämpfung. Plane mit Reserven.
- App‑Check: Augmented‑Reality‑Sat‑Apps zeigen, ob der Satellit durch Objekte verdeckt wird.
Sicherheit und Montagequalität
- Absturzsicherung: Arbeiten am Dach nur mit Sicherung, geeigneten Leitern, ideal zu zweit. Bei Unsicherheit: Fachbetrieb beauftragen.
- Korrosionsschutz: Edelstahlschrauben, witterungsfeste Masten, UV‑beständige Kabel, saubere Dachdurchführungen.
- Erdung/Potentialausgleich: In vielen Fällen vorgeschrieben. Kläre die Normen (z. B. DIN/VDE) und lass bei Bedarf den Blitzschutz fachgerecht ausführen.
Wie genau sind Tabellen? Und wie holst du die letzten dB?
Tabellenwerte sind korrekt genug für die Grobausrichtung – vorausgesetzt, der Mast ist lotrecht. Die letzten dB holst du nur am echten Signal, denn jede Anlage, jeder Standort und jedes Wetter ist anders. Arbeite langsam, in sehr kleinen Schritten, beobachte die Qualitätsanzeige, und zieh die Schrauben erst am Ende fest. Ein digitaler Sat‑Finder mit MER/BER macht die Feinabstimmung reproduzierbar.
Zusatz: Regionale Korrekturen für den Kompass (grobe Orientierung)
Ohne Garantie, aber als Faustregel für Deutschland (Stand grob aktuell):
| Region | Magnetische Deklination | Kompass‑Einstellung für Ziel‑Azimut |
|---|---|---|
| Nordwest (z. B. Bremen/Hamburg) | ≈ +2° Ost | Kompass ≈ Ziel‑Azimut − 2° |
| Mitte (z. B. Frankfurt/Kassel) | ≈ +3° Ost | Kompass ≈ Ziel‑Azimut − 3° |
| Süd/Südost (z. B. München/Nürnberg) | ≈ +4° Ost | Kompass ≈ Ziel‑Azimut − 4° |
Prüfe den exakten Wert für deinen Ort online oder per App – er ändert sich mit der Zeit.
Checkliste: Von null auf Bild in 15 Minuten
- Mast absolut lotrecht machen.
- Elevation nach Tabelle einstellen.
- Azimut nach Tabelle + Deklinationskorrektur grob peilen.
- LNB mittig, Skew auf 0° starten.
- Receiver/Messgerät einschalten (Qualitätsanzeige).
- Azimut minimal für Maximum feindrehen.
- Elevation minimal für Maximum feindrehen.
- Skew minimal für Maximum feindrehen.
- Alles festziehen, final prüfen.
FAQ
Wie oft darf ich das Keyword „sat-schüssel neigungswinkel tabelle“ verwenden?
Natürlich – aber sinnvoll. Verwende es so, dass der Text flüssig bleibt. In diesem Artikel ist es organisch eingebettet.
Welche Werte gelten für ASTRA 19,2° Ost in Deutschland grob?
Elevation etwa 27–34° (Nord–Süd zunehmend), Azimut grob 165–176° (West–Ost zunehmend). Konkrete Beispiele findest du in der Tabelle oben.
Was ändert sich bei Hotbird 13° Ost?
Die Elevation bleibt fast gleich, der Azimut rückt ein paar Grad näher an 180° (Süd). Je nach Ort sind es ca. +4–8° gegenüber ASTRA.
Wie groß muss meine Schüssel sein?
Für ASTRA/Hotbird reichen in Deutschland meist 60–80 cm. Größere Antennen verbessern die Schlechtwetterreserve, erfordern aber präzisere Ausrichtung.
Warum sollte ich auf „Qualität“ statt „Stärke“ schauen?
„Stärke“ kann auch mit Rauschen hoch sein. Die „Qualität“ (C/N, MER, BER) zeigt, wie sauber das Nutzsignal ankommt – das ist für stabile Bilder entscheidend.
Wozu brauche ich den Skew?
Um die Polarisation des Signals exakt zu treffen. Ein paar Grad daneben kosten Reserve – besonders bei schwächeren Transpondern oder schlechtem Wetter.
Mein Kompass zeigt 170°, Tabelle sagt 173° – was stimmt?
Wahrscheinlich fehlt die Deklinationskorrektur. In Deutschland liegt magnetisch Nord wenige Grad östlich von geographisch Nord. Stelle den Kompass auf Ziel‑Azimut minus Deklination.
Ich bekomme Signal, aber es fehlen viele Sender – warum?
Häufig ist es der falsche Satellit (z. B. 23,5° Ost statt 19,2° Ost) oder der Skew passt nicht. Prüfe Senderlisten/Transponder und justiere nach.
Lohnt sich eine App oder ein echtes Messgerät?
Apps sind für die Groborientierung super. Für die perfekte Feinjustage liefert ein Sat‑Meter mit MER/BER die verlässlichsten Ergebnisse – gerade bei großen Spiegeln.
Wie stabil sind Tabellenwerte über die Jahre?
Die Satellitenpositionen (19,2° E, 13° E, …) bleiben konstant. Leichte Orbitaldrift ist vernachlässigbar. Tabellenwerte sind daher langfristig nutzbar. Nur die magnetische Deklination ändert sich langsam.
Fazit
Eine gute sat-schüssel neigungswinkel tabelle bringt dich schnell in den Zielbereich für Azimut und Elevation – die stabile, wetterfeste Bildqualität holst du dir mit sauberem Aufbau (lotrechter Mast), durchdachter Kompass‑Korrektur, sorgfältiger Feinjustage und passendem Skew. Nutze Tabellen und Apps für die Grobausrichtung, verlasse dich für den finalen Peak auf die Qualitätsanzeige deines Messgeräts oder Receivers. Mit diesem Vorgehen steht dein Spiegel zuverlässig auf ASTRA 19,2° Ost, Hotbird 13° Ost oder jedem anderen gewünschten Satelliten – und du genießt dauerhaft klaren Empfang.