Wenn Du in der Sendungsverfolgung „Die Sendung wurde für den Weitertransport vorbereitet“ siehst, bedeutet das: Dein Paket ist im Paketzentrum angekommen, durchläuft dort automatisierte und manuelle Verarbeitungsschritte und wird für die nächste Transportetappe (Linehaul) eingeplant. In diesem Leitfaden erfährst Du im Detail, was technisch im Hintergrund passiert, warum es zu Verzögerungen kommen kann, wie Du internationale Sendungen sauber vorbereitest, welche Verpackungsstandards wirklich zählen und wie Du Deine Prozesse mit echten Hebeln in Richtung Effizienz, Transparenz und Zustellqualität optimierst.
Typischer Tracking-Eintrag: „Die Sendung wurde für den Weitertransport vorbereitet.“ – entspricht in internationalen Systemen oft dem Hinweis „the shipment was prepared for onward transport“ und markiert den Abschluss der Sortierung am aktuellen Hub vor der Abfahrt zum nächsten Ziel.
1. Was bedeutet dieser Status konkret?
Der Status zeigt Dir, dass die Sendung im Verteilzentrum gescannt, vermessen und gewogen wurde und nun einer Route bzw. einem Ausgangstor („Gate“) zugeordnet ist. Kurz gesagt: Die technische und organisatorische Vorbereitung ist abgeschlossen, die Sendung liegt in einem Transportbehälter oder einer Wechselbrücke bereit und wartet auf den Abgang der nächsten Tour (LKW, Flug, Zustellbasis).
- Ort: Meist ein regionales oder nationales Paketzentrum/Hub.
- Aktivität: DWS (Dimensioning, Weighing, Scanning), Etikett-/Barcodeprüfung, automatisierte Sortierung, Quality-Checks (z. B. Unterfrankierung), Konsolidierung nach Zielregion.
- Ausblick: Abfahrt zum nächsten Knotenpunkt (Zustellbasis, Luftfrachthub, grenznaher Konsolidierungspunkt) – meist in einem fixen Abfahrtsfenster in der Nacht oder früh morgens.
Bei großen Netzwerken werden Pakete in hochgradig mechanisierten Zentren über Förderbänder und Sorter exakt dem Ausgang zugewiesen, der für die Zielregion zuständig ist. Nur wenige Sendungen rutschen als „Overflow“ in eine manuelle Nachbearbeitung (typischerweise im Promillebereich, z. B. ca. 25 von 9.000 Sendungen pro Welle), etwa bei beschädigten Labels oder Sonderformaten.
2. Wo im Prozess steht die Sendung jetzt?
- Abholung/Einlieferung – Paketannahme, erster Scan (Maß, Gewicht, Labelprüfung – je nach Setup noch rudimentär).
- Inbound am Paketzentrum – Eingangsscan, automatische Vereinzelung, DWS, Fotodokumentation (zur Qualitätssicherung und im Reklamationsfall).
- Automatisierte Sortierung – Zuordnung zu Gate/Relation; Ausschleusung in den richtigen Transportbehälter.
- „Für den Weitertransport vorbereitet“ – Alle Daten/Checks bestanden, physisch konsolidiert, wartet auf Abfahrt.
- Linehaul – Transport in die Zielregion (LKW/Flug/Schiene, je nach Netzwerk).
- Zustellbasis – Feinverteilung, Tourenbildung für den Zusteller.
- Zustellung – „Out for delivery“ und Übergabe an Empfänger.
| Prozessschritt | Technik/Prüfungen | Ergebnis |
|---|---|---|
| Inbound | Barcode-/OCR-Scan, DWS, Foto | Sendungsdaten vollständig und plausibel |
| Sortierung | Hochregal- und Bandsorter, Gate-Zuordnung | Richtige Relation/Wechselbrücke |
| Qualität | Unterfrankierung, Adress-Check, Sondermaße | Release für Transport oder manuelle Nacharbeit |
| Abfahrtsplanung | Tour-/Ladeplanung, Beladereihenfolge | Bereitstellung für Abfahrt (Status erscheint) |
3. Was genau passiert im Paketzentrum? (Technische Tiefe)
Moderne Verteilzentren sind datengetriebene, stark automatisierte Infrastrukturen. Sie kombinieren Sensorik (DWS), Bildverarbeitung (zur Label-/Zustandsprüfung), Fördertechnik und Sorter mit Echtzeit-Planungssystemen.
- DWS und Foto – Abmessungen, Gewicht und Bild werden gespeichert. Das dient:
- der tariflichen Prüfung (korrekte Frankierung),
- der Automatisierung (Routing/Zielzuordnung),
- der Qualitätssicherung (Beweislage bei Beschädigungen/Fehllieferungen).
- Automatisierte Sortierung – Förderbänder laufen in mehreren Metern Höhe an Ausgängen vorbei. Sobald ein Paket das korrekte Tor erreicht, schiebt es der Sorter in den Rutschschacht zum richtigen Ausgang.
- Fehlerquote – Je nach Anlage ist die Quote an nicht automatisch sortierbaren Sendungen sehr niedrig. „Overflow“-Rutschen bündeln Sonderfälle für manuelle Nachsortierung.
- Abfahrtsfenster – Zwischen ca. 4:00 und 6:00 Uhr fahren die ersten LKW in Richtung Zustellbasen. Internationaler Luftfrachtumschlag folgt eigenen Cutoffs (spätere Nachtfenster).
- Datenfluss – Jedes Scan-Event erzeugt Statusdaten. Bei EDI-Anbindung (Versandsystem ↔ Carrier) werden Vorabinformationen für Planung und Zollautomation genutzt.
Wichtig: Der sichtbare Tracking-Status ist ein Abbild interner Meilensteine. Nicht jedes interne Event erscheint nach außen. „Für den Weitertransport vorbereitet“ ist ein konsolidierender Status vor der physischen Abfahrt.

4. Warum bleibt die Sendung manchmal länger in diesem Status?
Ein einmaliger Eintrag ist normal. Siehst Du denselben Status mehrfach oder ungewöhnlich lange, gibt es meist eine praktische Ursache – von harmloser Auslastung bis zu inhaltlichen Problemen.
| Symptom im Tracking | Wahrscheinliche Ursache | Deine beste Maßnahme |
|---|---|---|
| Status wiederholt sich im selben Zentrum über 1–3 Tage | Spitzenlast (z. B. vor Feiertagen), Kapazitätsengpass auf der Relation, verspätete Abfahrt | Abwarten 24–48 h; bei kritischen Terminen Support kontaktieren, alternative Zustelloptionen prüfen |
| Status wechselt zwischen verschiedenen Zentren ohne Fortschritt | Fehlsortierung, Rücklauf zur Korrektur, Adressproblem | Adresse gegentesten, Empfängerdaten (Telefon, Türcode) ergänzen lassen, Kundendienst informieren |
| Keine Bewegung plus Hinweis „Adresse unvollständig“ | Unzustellbarkeit, fehlende Hausnummer, unklare Zusatzangaben | Korrektur veranlassen, Zustellhinweise anlegen (z. B. „3. OG, Hinterhaus“) |
| Nur internationale Sendungen betroffen | Zoll- oder Sicherheitsprüfung, fehlende Unterlagen, unzureichende Warenbeschreibung | Dokumente nachreichen (Rechnung, Packliste, HS-Code), Ansprechpartner/Importverantwortung klären |
| Kurz vor Zustellung wieder „Weitertransport vorbereitet“ | Tourüberlauf (Zusteller schafft Tour nicht), Rückführung zur Basis | Nächsten Werktag einplanen, Wunsch-Zustelltag/Paketshop erwägen |
Daumenregel: Bleibt der Status länger als 72 Stunden ohne weiteren Fortschritt, ist eine aktive Klärung sinnvoll. Lies die nächsten/letzten Scans genau und prüfe, ob besondere Hinweise (Adressfehler, Annahmeverzug, Zoll) vorliegen.
5. Internationale Sendungen: Zoll, Dokumente, Daten
Sobald Grenzen ins Spiel kommen, steigt die Komplexität. „Für den Weitertransport vorbereitet“ kann in internationalen Hubs bedeuten, dass Deine Sendung physisch bereitsteht, aber auf zollrelevante Freigaben und/oder Sicherheitsprüfungen wartet.
Wesentliche Dokumente und Angaben
- Air Waybill (AWB) bei Express/Luftfracht – enthält Absender, Empfänger, Inhalt, Incoterm, Zahlungsverantwortung (Zölle/Steuern).
- Handels- oder Proforma-Rechnung – detaillierte Warenbeschreibung, Stückzahlen, Einheitenpreise, Gesamtwert, Ursprungsland, Währung.
- Packliste – Artikel, Mengen, Verpackungsarten, Abmessungen, Gewichte je Packstück.
- HS-Codes (Warentarifnummern) – Grundlage für Zolltarifierung und Abgabenberechnung.
- Kontaktdaten – Telefonnummern/E-Mail von Absender und Empfänger (für Rückfragen/Zollrückmeldung).
- Incoterms – definiert, wer Zölle/Steuern trägt (z. B. DAP, DDP); beeinflusst die Abwicklung am Importort.
| Aspekt | Best Practice | Folgen bei Fehlern |
|---|---|---|
| Warenbeschreibung | Konkrete Bezeichnung inkl. Material, Verwendungszweck | Rückfragen, Zollstopps, Nachverzollung |
| Wertangaben | Plausibel, mit Rechnung belegbar | Prüfung, Strafzölle, Verzögerungen |
| HS-Codes | Korrekte Tarifierung je Position | Falsche Abgaben, Sanktionen |
| Empfängerdaten | Telefon/E-Mail, ggf. Steuer-ID/EORI | Fehlende Kontaktaufnahme, Lagergeld |
Damit internationale Hubs effizient abfertigen, hilft eine digitale Voranmeldung (EDI/Pre-Alert): Alle Daten werden vor Eintreffen der Sendung an die Carrier- und Zollsysteme übermittelt. So minimierst Du die Chance, dass „für den Weitertransport vorbereitet“ länger sichtbar bleibt, weil Dokumente fehlen.
6. Verpackung und Versandmaterial: Schäden vermeiden, Automatisierung nutzen
Die beste Sortiertechnik nützt wenig, wenn das Packstück nicht robust genug ist. Korrekte Kartonwahl, Polsterung und Labeling sind entscheidend für geringe Schadens- und Fehlersortierungsraten.
Kartonwahl nach Gewicht und Beanspruchung
| Karton-Typ | Typische Belastbarkeit | Eigenschaften | Einsatzempfehlung |
|---|---|---|---|
| Einwellig | bis ca. 5 kg | Leicht, kostengünstig | Kleine, unempfindliche Güter |
| Zweiwellig | bis ca. 30 kg | Hoher Kantenstauchwiderstand, robust | Mittelschwere Güter, Standard-B2C/B2B |
| Dreiwellig | bis ca. 100 kg | Maximale Druck-/Durchstoßfestigkeit | Schwere, exportkritische Güter |
Polsterung, Verschluss, Labeling
- Innenleben – Kein Hohlraum im Karton. Verwende Polstermaterial (Papier, Luftpolster, Schaum) so, dass der Inhalt „schwimmt“. Schwere Teile bodennah lagern.
- Kanten sichern – Kanten und Stöße sind die kritischen Zonen. Verstärke sie mit zusätzlichem Tape oder Kantenschutz.
- Verschluss – „H“-Verschluss mit faserverstärktem Band; achte auf sauberen, öl-/staubfreien Karton für Tape-Haftung.
- Label – Flach und knitterfrei auf die größte, glatteste Fläche; nicht über Kanten; keine Überklebung alter Barcodes. Druckbild kontrastreich (dunkel auf hell).
- Sondergut – Flüssigkeiten dicht und einzeln in Tüten, Gefahrgut nur gemäß ADR/IATA (Kennzeichnung, Dokumente!).
Tipp: Eine gute Verpackung ist Teil Deiner Automatisierungsstrategie: Saubere Kanten, stabile Geometrie und gut lesbare Labels reduzieren Overflow und manuelle Eingriffe – dadurch werden Sortierfehler und Verzögerungen seltener.
7. Prozessoptimierung: Vom Auftrag bis zur Rampe
Effizienz entsteht, wenn Bestell-, Lager- und Versandprozesse durchgängig digital und harmonisiert sind. Ziel ist die Scan- und Datendisziplin (100% Labelqualität, vollständige EDI-Datensätze) und ein physischer Fluss ohne Engpässe.
Zentrale Hebel
- WMS/ERP-Integration – Live-Bestände, geführtes Kommissionieren, Packregeln pro SKU (Maß/Gewicht/Bruchrisiko), automatisches Labeling.
- Multi-Carrier-Shipping – Automatische Carrier-/Service-Auswahl nach Ziel, Produkt, Cutoff, Kosten; Fallback-Optionen bei Störungen.
- Automatisiertes Pick & Pack – Zonenpick, Batch-/Wellenkommissionierung, Packtische mit Waage/Scanner/Drucker (Fehlmengenvermeidung, Etikett- und Gewichtsabgleich).
- Microlager/Dezentrale Hubs – Nähe zum Kunden senkt Transportkosten und Lieferzeit; sinnvoll bei hohem B2C-Volumen und urbanen Clustern.
- Retouren-Prozess – Digitale RMA, Scan bei Wareneingang, automatisierte Gutschrift – schnellere Wiederzuführung in den Verkauf.
Messgrößen (KPI), die wirklich zählen
| KPI | Definition | Zielkorridor | Nutzen |
|---|---|---|---|
| Scan-Compliance | Anteil Sendungen mit vollständiger Scan-Kette | > 99,5% | Transparenz, weniger Nachfragen |
| First-Attempt-Delivery (FAD) | Erstzustellung erfolgreich | > 95% | Weniger Kosten/Nachläufe |
| Sorter-Overflow-Rate | Manuelle Nachsortierquote | < 0,5% | Qualitätsindikator Verpackung/Labeling |
| Damage Rate | Beschädigte Sendungen | < 0,3% | Kundenzufriedenheit, Kosten |
| On-Time-Linehaul | Abfahrt gemäß Cutoff | > 98% | Planbarkeit Downstream |
8. Verbraucherkommunikation und Tracking: Klar, proaktiv, nützlich
Kunden erwarten heute proaktive Informationen: Versandbestätigung, ETA (voraussichtlicher Liefertermin), Live-Tracking, Wahlmöglichkeiten (Ablageort, Paketshop, Wunschtag). Diese Transparenz reduziert verpasste Zustellungen und Rückfragen.
- Versandbestätigung – Enthält Sendungsnummer, Trackinglink, ETA, Absender/Empfänger-Kontaktoptionen.
- Proaktive Benachrichtigungen – Besonders bei Ausnahmen (Verspätung, Adressproblem, Zoll). Biete direkt eine Lösung an (Adresskorrektur, Terminverschiebung).
- Selbstbedienung – Kundenportal/App für Zustelloptionen, Paketshop-Auswahl, Ablagegenehmigungen.
| Event | Info an Kunden | Kanal | Nutzen |
|---|---|---|---|
| „Für Weitertransport vorbereitet“ | ETA-Update, nächster Meilenstein | E-Mail/App-Push | Planungssicherheit |
| „Out for delivery“ | Zeitfenster, Zusteller-Tracking | SMS/App-Push | Empfang sichern |
| Verspätung | Grund, nächste Schritte, Option wählen | E-Mail/App | Frustreduktion |
| Zollrückfrage | Dokumentenlink, Ansprechpartner | Schnelle Freigabe |
9. Troubleshooting-Checkliste: Wenn der Status „hängt“
- Zeitraum prüfen – Ist es < 48 h? Bei Inlandsversand oft unkritisch, besonders an Wochenenden/Feiertagen.
- Letzter/aktueller Hub – Gleiches Zentrum mehrfach? Eher Kapazität/Feinplanung. Unterschiedliche Zentren? Mögliches Fehlsorting.
- Adressdaten validieren – Hausnummer, PLZ, Zusatzhinweise. Fehlen Telefonnummer/E-Mail?
- Sendungsinhalt – International: Sind Rechnung/HS-Codes vorhanden? Stimmt die Wertangabe?
- Carrier kontaktieren – Trackingnummer, letzter Scan, gewünschte Lösung (z. B. Adressupdate, Selbstabholung, Shop-Umleitung) parat haben.
- Kundenproaktivität – Empfänger informieren, ETA anpassen, Alternativoption anbieten.
10. Praxis: Zwei typische Szenarien
Szenario A: B2C vor Weihnachten
- Symptom: „Für den Weitertransport vorbereitet“ wiederholt sich 2–3 Tage im gleichen Hub.
- Ursache: Überlastung der Relation, Tourüberläufe.
- Maßnahmen:
- ETA kommunizieren, „Paketshop“-Option aktiv anbieten.
- Bei zeitkritischen Sendungen: Servicewechsel (Next-Day/Express) für Neuaufträge.
- Mittelfristig: Dezentrale Lagerung für Bestseller aufbauen.
Szenario B: Internationaler B2B-Versand (Express)
- Symptom: Status steht am internationalen Hub; keine Ausfuhr/Einfuhrfreigabe sichtbar.
- Ursache: Unklare Warenbeschreibung/HS-Code, fehlende Steuer-/EORI-Nummer beim Importeur.
- Maßnahmen:
- Kommerzielle Rechnung mit klarer Warenbeschreibung und HS-Codes nachreichen.
- Importeur kontaktiert? Zahlungs-/Abgabenregelung (Incoterm) eindeutig klären.
- Langfristig: Stammdatenpflege im ERP (HS-Codes, Ursprungsland, Standard-Beschreibungen).
11. Inlands- vs. Auslandsversand im Überblick
| Dimension | Inland | International |
|---|---|---|
| Dokumentation | Label, ggf. Lieferschein | AWB, Rechnung, Packliste, HS-Codes, ggf. Lizenzen |
| Durchlaufzeiten | 1–3 Werktage (Standard) | 2–7+ Tage je nach Zoll und Relation |
| Risiken | Überlastung, Adressfehler | Zollstopp, Sicherheitsprüfungen, Incoterm-Konflikte |
| Transparenz | Hohe Scan-Dichte, planbar | Zusätzliche Events (Export/Import/Abgaben) |
12. Best Practices: So bringst Du mehr Sendungen „on time“
- Labelqualität – Thermotransferdruck (300 dpi), frisches Etikettenmaterial, korrekte Positionierung.
- Datendisziplin – Vollständige Empfängerdaten mit Kontakt, EDI-Pre-Alert an Carrier.
- Cutoffs einhalten – Plane rückwärts: Pick-Pack-Finish vor Carrier-Cutoff, Puffer für Peak.
- Fallback-Services – Wähle bei kritischen Sendungen Optionen mit Alternativrelationen.
- Monitoring – Automatisierte Alerts bei Stagnation > 48 h; klare SOP für Eskalationen.
- Verpackungsstandard – SKU-spezifische Packregeln, Prüfwaage am Packtisch (Ist-Gewicht vs. Soll-Gewicht).
- Kundenkommunikation – Präzise ETA, Option zur Zustellsteuerung anbieten.
13. Häufige Fehler – und wie Du sie vermeidest
- Unklare Adressen – Immer Zusatzinfos: Firmenname, Abteilung, Etage, Klingel. Für Neuzusteller entscheidend.
- Überklebte Barcodes – Alte Barcodes restlos entfernen; Overlabeling verhindert automatische Erkennung.
- Falsche Kartons – Kartonwahl anhand Gewicht, Empfindlichkeit und Relation. Export: lieber stabiler wählen.
- Fehlende Zolldaten – HS-Codes und konkrete Warenbeschreibung sind Pflicht, auch bei Mustern/Gratisware (Proforma).
- Schnittstellenlücken – Ohne EDI/Pre-Alert geht Zeit verloren: Stelle Datenfluss sicher.
14. Was bedeutet der Status für Dich als Empfänger?
Für Dich heißt „für den Weitertransport vorbereitet“: Das Paket ist technisch abgewickelt und wartet auf die nächste Abfahrt. Je nach Relation ist eine Zustellung am nächsten Werktag wahrscheinlich. Bei wiederholter Anzeige ohne Fortschritt kannst Du:
- Tracking täglich prüfen,
- bei längeren Verzögerungen den Absender/Carrier kontaktieren,
- eine alternative Zustelloption wählen (Shop/Ablage/Wunschtag),
- Deine Kontaktdaten im Kundenkonto aktualisieren.
15. Fazit
„Die Sendung wurde für den Weitertransport vorbereitet“ ist ein klarer Meilenstein: Deine Sendung hat im Hub alle Pflichtschritte – Scans, Messung, Sortierung, Qualitätsprüfung – erfolgreich durchlaufen und ist der nächsten Transportrelation fest zugeordnet. In optimalen Flüssen folgt darauf zeitnah die Abfahrt und schon bald die Zustellung. Wiederholte oder ungewöhnlich lange Verweildauern in diesem Status deuten dagegen auf Auslastung, Adress-/Labelprobleme, Fehlsortierungen oder – bei International – auf zollseitige Themen hin. Mit robuster Verpackung, sauberem Labeling, vollständigen Daten (inklusive EDI/Pre-Alert), passenden Carrier-Services, guter Lager-/Versandintegration und proaktiver Kundenkommunikation minimierst Du Störungen, senkst Kosten und erhöhst die Liefertreue. So wird aus einer einfachen Statuszeile ein verlässlicher Indikator für exzellent gemanagte Logistik.
FAQ: Häufige Fragen
Was bedeutet „Die Sendung wurde für den Weitertransport vorbereitet“ genau?
Die Sendung ist im Verteilzentrum eingegangen, vollständig gescannt, vermessen, geprüft und der nächsten Transportetappe zugeordnet. Sie wartet auf die physische Abfahrt (LKW/Flug) in Richtung Zielregion oder Zustellbasis.
Warum sehe ich den Status mehrfach hintereinander?
Ursachen sind meist Auslastungsspitzen, fehlende Kapazitäten auf der Relation, Tourüberläufe oder kleinere Korrekturen (Adress-/Labelthemen). Bei Internationalem Versand auch Zollfreigaben. Hält der Status länger als 72 Stunden, lohnt sich eine Klärung mit dem Carrier.
Unterscheidet sich der Status je nach Dienstleister?
Die Formulierung variiert, die Bedeutung ist ähnlich. International findest Du oft „the shipment was prepared for onward transport“ oder sinngleiche Meldungen. Inhaltlich geht es immer um die Freigabe zur nächsten Etappe.
Kann ein unleserliches Label diesen Status verzögern?
Ja. Unklare Barcodes oder überklebte Labels führen häufig zur manuellen Nachbearbeitung (Overflow) und können die Abfahrt verzögern. Achte auf saubere, kontrastreiche Etiketten und die richtige Platzierung.
Wie verhindere ich Probleme bei internationalen Sendungen?
Stammdatenpflege (HS-Codes, Ursprungsland), saubere Handels-/Proforma-Rechnungen, Packlisten, vollständige Empfängerdaten inkl. Steuer-/EORI-Nummern und EDI-Pre-Alerts. Klare Incoterms (z. B. DDP vs. DAP) vermeiden Missverständnisse zur Abgabenzahlung.
Welche Rolle spielt die Uhrzeit der Abfahrt?
Viele Linehauls fahren nachts oder in den frühen Morgenstunden. Erreicht eine Sendung das Abfahrtsfenster knapp nicht, bleibt sie bis zur nächsten Tour im Status „für den Weitertransport vorbereitet“ sichtbar.
Mein Paket war „für den Weitertransport vorbereitet“, ging aber zurück ins vorherige Zentrum. Warum?
Das deutet auf Fehlsortierung, nachträgliche Adresskorrektur oder Kapazitätsumlenkung hin. Normalerweise korrigiert das Netzwerk das Routing automatisch; zur Beschleunigung kannst Du beim Carrier nachfragen und Daten bestätigen.
Wie beeinflusst die Verpackung den Sortierprozess?
Stabile Kartons, klare Geometrien und korrekt angebrachte Labels reduzieren Overflow, Staus und Beschädigungen. Das steigert die Chance, dass Deine Sendung das Abfahrtsfenster pünktlich erreicht.
Ich habe eine zeitkritische B2B-Sendung. Was ist die sicherste Option?
Nutze Services mit späten Cutoffs und hoher Priorität (Express), stelle vollständige EDI-Daten bereit, wähle robuste Verpackung und sichere Labelqualität. Prüfe bei kritischen Terminen zusätzlich eine Zustellung mit Zeitfensteroption.
Welche KPIs sollte ich im Versandteam überwachen?
Scan-Compliance, On-Time-Linehaul, Sorter-Overflow-Rate, Damage Rate und First-Attempt-Delivery. Zusammen zeigen sie Qualität im Packen, Labeln, Planen und in der Zustellung.
Hilft ein Paketshop bei wiederholten Zustellproblemen?
Ja. Die Umleitung in einen nahegelegenen Paketshop erhöht die Zustellquote und verringert Nachläufe. Besonders sinnvoll bei enger Verfügbarkeit des Empfängers.